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Ein Tag im Leben unserer Kinder

Schon um 4.30 Uhr ertönt der Weckruf der Moschee, der unserer christlichen Hausmutter den Wecker ersetzt. Sie fängt schon morgens an zu kochen, da die Kinder auch zum Frühstück eine Reismahlzeit bekommen.

Um 5.30 Uhr müssen die Kinder aufstehen.

Um 6.00 Uhr gibt es Frühstück.

Um 6.30 Uhr steht der Minibus bereit, um die Kinder zur Schule zu bringen. Man wartet noch auf Fransen. Er hat seine Wasserflasche vergessen. Ohne Wasser droht bei der Hitze Dehydrierung. Deshalb muss jedes Kind eine Flasche mit Wasser zur Schule bringen. Auch die Schule achtet darauf. Heute sind die Hausmütter Heni und Tya auch dabei, weil sie zum Markt wollen. Hausmutter Patricia steuert den Bus, der wie immer überfüllet ist. Bis zu 33 Personen in einem Bus, der fuer 16 Personen gedacht ist. Aber wir haben keine Wahl und die indonesische Polizei kümmert sich nicht um überfüllte Autos.

Um 11 Uhr kommt der Bus ohne Kinder voll gefüllt mit Gemüse zurück. 

Um 13 Uhr kommen die meisten Kinder aus der Schule. An einigen Tagen müssen die Kinder bei den Pfadfindern mitmachen, manchmal gibt es Nachhilfe oder Fussball für die Jungen und Tanz für die Mädchen in der Schule.

Nach dem Mittagessen werden Hausaufgaben gemacht. Nita und Febe sind verunsichert, weil sie einige Vokabeln nicht im Wörterbuch finden. Das Problem war, dass die Wörter in ihrem Lehrbuch falsch geschrieben waren.

Um 15 Uhr wird Mittagsschlaf gehalten.

Von 16 - 18 Uhr darf gespielt werden. Dann gibt es Abendessen. Kurz vor 18 Uhr kommt Tya mit dem kleinen Markus zu mir. Ein Kind hat wohl in der Schule nach dem Nachhilfeunterricht einen Stein nach ihm geworfen. Er hat eine klaffende Wunde am Kopf, die die Schulschwester nur mit Mercurochrome versorgt hat. Also schnell nochmal ins Krankenhaus mit ihm, wo die Wunde genäht wird.

Um 18.30 Uhr ist dann Besprechung der Tagesprobleme mit allen.

Um 19 Uhr allgemeines Üben für die Schule. 

Um 21 Uhr schlafen die Kleineren, um 21.30 ist auch für die Grossen Bettruhe.